Der Handballsport gehört bereits seit vielen Jahren zu den beliebtesten Sportarten in Deutschland. Dabei stellt die Handball Bundesliga (kurz HBL) hierzulande die höchste Spielklasse in dieser Sportart dar, aus der alle Begegnungen, sowohl live als auch in der Konferenz, bei dem Pay TV-Sender Sky übertragen werden.

In Form einer Nord- und einer Süd-Staffel wurde die Handball Bundesliga bereits im Jahre 1966, als höchste deutsche Spielklasse, gegründet. Vereine aus Berlin konnten damals beiden Staffeln zugeteilt werden und in den ersten drei Jahren nach Gründung der Bundesliga wurde der Deutsche Meister in einem Finale zwischen den beiden Staffelsiegern ermittelt.

Ab der Saison 1969/1970 wurde dieses Finale dann durch eine Endrunde ersetzt, die mit dem Halbfinale begann. Auch hier wurde der Deutsche Meister damals noch in einem echten Finale ausgespielt.

Diese Form der zweigeteilten Bundesliga existierte in der Folge noch bis ins Jahr 1977 und somit insgesamt über einen Zeitraum von 11 Jahren, ehe der Modus schließlich geändert wurde.

Bis zu diesem Zeitpunkt war der VfL Gummersbach mit insgesamt sechs deutschen Meisterschaften und ganzen neun Finalteilnahmen der mit Abstand erfolgreichste deutsche Handball-Verein. Als einziger Verein spielten die Reinickendorfer Füchse sogar einmal in beiden Staffeln der zweigleisigen Bundesliga.

1977 wurde dann die eingleisige Bundesliga eingeführt, die bis heute existiert und in der nur der VfL Gummersbach sowie der THW Kiel in allen Spielzeiten vertreten waren.

Mit fünf weiteren Meisterschaften seit dieser Zeit, konnte der VfL Gummersbach sein Titelkonto mittlerweile auf 12 Deutsche Meisterschaften aufstocken, liegt allerdings damit nur noch auf Rang Zwei, hinter dem THW Kiel, der sich mittlerweile Deutscher Rekordmeister nennen darf. Insgesamt 20 Meisterschaften gewannen die Kieler bislang, davon allein 17 seit Gründung der eingleisigen Handball Bundesliga. Und erst nach der bislang letzte Meisterschaft des VfL Gummersbach, im Jahre 1991, startete der THW Kiel seine im deutschen Handball unnachahmliche Erfolgsserie.

Die zu Zeiten der zweigleisigen Bundesliga ebenfalls dominanten Vereine aus Großwallstadt und Essen konnten sich zwar nach der Umstellung auf die eingleisige Bundesliga ebenfalls nochmals die Meisterschaft sichern, doch mit dem Aufstieg des THW Kiel, im Jahre 1991, begann so etwas wie eine neue Ära im deutschen Handball.

So standen zwischen 1994 und 2006 immer mindestens drei Mannschaften aus dem Quartett THW Kiel, SG Flensburg-Handewitt, TBV Lemgo und SC Magdeburg auf einem der ersten vier Plätze in der Bundesliga. In vier Fällen standen sogar alle vier Mannschaften unter den Top 4 in der Bundesliga. Und auch sämtliche Meisterschaften zwischen 1999 und 2010 verteilten sich einzig und allein auf diese vier Vereine, ehe es 2011 dem HSV Hamburg gelang diese Phalanx der Großen zu durchbrechen.

Bislang waren im deutschen Handball Oberhaus insgesamt 94 verschiedene Mannschaften vertreten, 18 davon seit Bestehen der eingleisigen Handball Bundesliga, die seit der Saison von der Deutschen Kreditbank, die als Namensgeber fungiert, finanzielle Unterstützung erhält. So tritt die Liga seit der Saison 2012/13 unter dem Namen „DKB Handball-Bundesliga“ auf und wird diesen Namen mindestens noch bis zum Ende der Saison 2017/18 beibehalten.

In der ewigen Tabelle der Handball-Bundesliga steht der THW Kiel vor dem VfL Gummersbach, der sogar 2 Jahre länger in der Erstklassigkeit vertreten war als die Kieler. Auf Rang drei folgt dann die SG-Flensburg-Handewitt, welcher der Sprung unter die Top 3 bereits nach gerade einmal 31 Erstliga-Spielzeiten gelang. Weniger Spielzeiten weisen von den Top 10 nur die Rhein-Neckar Löwen auf, die nach gerade einmal 14 Spielzeiten im Oberhaus bereits auf Rang Zehn in der Ewigen Tabelle der HBL stehen.