Wenn man die Zahl der aktiven Sportler in den Vereinen betrachtet, ist Handball nach Fußball die beliebteste Sportart in Deutschland. Der Bundesverband der Handballvereine, der Deutsche Handball-Bund, ist gleichzeitig der größte Verband der Welt in dieser Sportart.

Einen großen Anteil an der Popularität des Handballs hat die Nationalmannschaft, die drei Mal Weltmeister wurde. Geschichte geschrieben hat das Team, als man 2007 den Titel bei der WM im eigenen Land gewann. Hinzu kommt, das deutsche Handballvereine wie Gummersbach und Kiel auch international immer wieder Erfolge feiern können. Jedes Wochenende schauen sich tausende Zuschauer die Spiele in der deutschen Handball Bundesliga an, sowohl in den Hallen als auch im Fernsehen.

Schüler lernen heute noch Handball

Einen weiteren Beitrag zur Popularität liefert auch der Schulsport. In den meisten Sporthallen sind ohnehin Handballtore vorhanden, weshalb der Sport auch immer noch zum Unterricht gehört. Wie beim Fußball braucht man nur ein Feld, einen Ball und zwei Tore. Somit kann man fast überall spielen, wo genug Platz vorhanden ist. Zwar wird bei den Profis ausschließlich in der Halle gespielt, im Freizeitbereich sieht man aber immer wieder Spiele auf Hartplätzen von Sportanlagen. Die Hallen haben den Sport auch unabhängig vom Wetter gemacht, was sowohl von Spielern als auch Fans geschätzt wird.

Einige Sportler und Trainer haben im Handball Geschichte geschrieben. Ganz vorne steht dabei Vlado Stenzel. Er war der Trainer der deutschen Handballmannschaft bei der WM 1978 und holte nach langer Pause wieder den Titel. Im Sport wurde er der Magier genannt, weil ihm immer wieder Überraschungen gelangen. Seinen Erfolg konnte er aber 1982 nicht wiederholen und so wurde er abgelöst.

Fast ebenso bekannt war Heiner Brand, der mit seinem Walross-Schnurrbart schon äußerlich Eindruck machte und sowohl als Spieler als auch als Trainer die Handball-WM gewonnen hatte. Er führte das deutsche Team zu einigen Erfolgen. Als Spieler war er einer der Stars beim VfL Gummersbach, den er auch später trainierte.